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Warum Animes so teuer sind und ihre Synchronisation?

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Warum sind Anime DVD/BluRays nichts so billig wie Hollywoodfilme auf selbigen Format?

Es liegt leider daran, dass die Anime Publisher sich einen größeren Umsatz erhoffen durch die höheren Preise. Dazu liegt es am kleinen Anime-Markt der in Deutschland leider existiert. Eine Anime-DVD/BluRay verkauft sich im Schnitt nur ca. 2.000-3.000 Mal, häufig durchaus seltener als ein Hollywood-Film. Diese hingegen schaffen es, sich in kürzester Zeit 20.000 zu verkaufen. Woran könnte es liegen? Einerseits gehören Hollywood-Filme zum “Mainstream-Bereich”, weil jeder sie kennt und sehr viele sie sehen möchten. Deshalb werden auch kaum Filme aus anderen Ländern bei uns veröffentlicht, weil sich dies kaum rentieren würde. Da sich Anime-DVDs/BluRays weniger verkaufen, müssen die Kosten, die bei der Produktion der DVD-BluRay/Synchronisation/Booklet/sonstige Extras, bei den Lizenzen anfallen auf die Exemplare die produziert werden, zum Beispiel 3.000 umgerechnet werden. Hinzu kommt noch ein kleiner Prozentsatz an Gewinn und einen kleinen Aufschlag, der einen möglichen Flop wieder ausgleichen soll. Alleine deshalb sind Anime-DVDs/BluRays teurer, weil die Kosten auf wenige Exemplare aufgeteilt werden. Bei Hollywood-Filmen ist das im Gegensatz wesentlich einfacher. Da dort die DVDs und BluRays schnell mal um die 10.000 Mal verkauft werden, kann man deshalb die Kosten auf mehr Produkte aufteilen und somit einen geringeren Preis verantworten.

Wie kommt der schlechte Anime-Markt zustande?

Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe, welche wir hier gerne für euch aufzählen möchten:

  1. Piraterie – Das bedeutet Leute die sich lieber Animes illegal im Internet anschauen als sich die DVD oder BluRay für Geld zu kaufen. Denn vor einigen Jahren veröffentlichte der Publisher “Red Planet” die Inu Yasha Filme 1-4 und die Folgen 1-104. Aufgrund der schlechten Verkaufszahlen wurde dann eine weitere Veröffentlichung der fehlenden Folgen gestoppt, zumindest laut unseren Informationen. Eine damalige Recherche auf einem Filehoster ergab, dass sich die Inu Yasha Filme über 10.000 Mal illegal heruntergeladen wurde. – Welche Folgen dies zu bedeuten hat, könnt ihr euch sicherlich selbst ausdenken.
  2. Mainstream – Es wird euch leider nicht verwundern, aber Animes gehören leider nicht zum Mainstream bei uns. Daher werden Animes allgemein weniger verkauft, weil US-Serien einfach beliebter sind, weil es die Masse eher anspricht.
  3. Kinderklischee – Animes werden besonders in der westlichen Welt, darunter auch Deutschland häufig als Kinderserien/Kinderfilme angesehen. Das liegt daran, dass man entweder die zensierten Anime-Serien von Naruto oder One Piece im Kinderprogramm sah, oder man allgemein Zeichentrick so sieht. Der Großteil der Menschen vergisst leider, dass Animes zwar zu einem kleineren Teil für Kinder produziert werden, aber zum Großteil für junge Erwachsene oder Personen älter als 18 Jahren konzipiert sind. Bei uns geht man aber davon aus, dass wenn überhaupt Hentai-Animes die FSK 18er-Grenze überschreiten. – Leider ein Irrtum!
  4. Kultur – Deutschland besitzt eine andere Kultur als Japan. In Deutschland wird man schnell schief angesehen, wenn man sich zum Beispiel eine Anime-Serie ansieht oder man sich gar verkleidet (Cosplay). Manchmal reicht es auch schon aus, wenn man im Video-Laden in der Anime-Abteilung sich umsieht. Viele Leute können mit dieser “fremden Welt” nichts anfangen und tun es gleich als “schlecht” oder reden sich bestimmte Dinge ein um möglichst nicht in Berührung mit der Materie zu kommen. Außerdem verwundert viele Zuschauer die Darstellung von Personen allgemein, weil dieser Zeichenstil sich doch vom westlichen Cartoonzeichenstil unterscheidet.
  5. Preise – Viele Anime Fans vergleichen stets Äpfel mit Birnen also Hollywoodfilme mit Animes und finden es dann sehr teuer, wenn z. B. eine Inu Yasha Staffelbox im Laden für 55 € steht, eine Staffel einer US-Serie mit genauso vielen Folgen jedoch nur 15 € kostet. Wie bereits oben erklärt kommt dies vom schlechten Animemarkt zustande.
  6. Synchronisation – Anime-Fans sind sehr kritisch bei der deutschen Synchronisation. Häufig werden Kleinigkeiten wie: “Ruffy spricht im Original viel tiefer und in Deutschland so quitschig…” und viel mehr. Viele Fans kaufen sich dann aufgrund der laut ihrer Meinung “schlechten Synchronisationen die Anime DVDs nicht, um die Hersteller dazu zu bewegen bessere Synchronisationen zu machen. Das bringt aber nur folgendes, dass die Publisher weniger Einnahmen machen und noch mehr am Thema Synchronisationen sparen müssen, was noch mehr für Unmut sorgt.

Warum unterscheiden sich Synchronisation und Untertitel voneinander so stark?

Weil dies zwei komplett unterschiedliche Dinge sind. Untertitel werden nur übersetzt und müssen sich gut lesen lassen. Trotzdem muss man darauf achten, dass die Sätze nicht zu lang sind. Ansonsten kommt der Fan nicht mehr hinterher. Die Synchronisation hingegen ist schon komplexer. Nicht alles was sich gut liest hört sich auch gut an. Die Texte müssen so angepasst werden, dass diese lippensynchron ist. Hier ist es leider teilweise auch nötig, dass Satzteile hinzugefügt werden  oder dem entsprechend gekürzt werden.

Warum ist die deutsche Synchronisation von z.B. Digimon Fusion so schlecht?

Es hängt erst einmal vom Betrachter ab, ob man eine Synchronisation als gut oder schlecht empfunden wird. Häufig haben Fans zuvor schon die japanische Synchronfassung gesehen und vergleichen dann die deutsche Fassung mit der japanischen.

  1. Die deutschen Stimmen klingen  so anders als die Originalstimmen. Dies liegt daran, dass man in Deutschland ein sehr begrenztes Spektrum an Sprechern hat, weshalb man nicht so viel Auswahl hat und manchmal dann nichts Ähnliches finden kann.
  2. Die deutsche Fassung ist so emotionslos oder falsch betont. Hier ist einmal der Unterschied zwischen der deutschen und der japanischen Grammatik schuld. In Japan ist der Satzbau ein anderer, daher die anderen Betonungen im Deutschen. Außerdem kommt es darauf an, ob das Synchronstudio Sprecherneulinge aufgrund von begrenztem Budget oder sonstigen Gründen einsetzt.
  3. Falsche Aussprache von japanischen Orten und Namen etc. Hier kommt es darauf an wer Synchronregisseur ist und wer für die Bearbeitung im Allgemeinen zuständig ist. Anime-Labels wie Kazé, Nipponart, Peppermint sind bemüht die richtige Aussprache zu gewährleisten. In manchen Fällen (siehe Naruto) war dies nicht möglich. Dies kann daran liegen, dass RTL 2 bzw. Panini/KSM es für richtig hielt die Namen so auszusprechen wie sie zu schreiben sind. Hier wurden bei Naruto die Vokale der Namen langgezogen.. Es kann auch sein, dass der Dialogregisseur meinte, es wäre für die Sprecher so einfacher zu sprechen. Hierfür gibt es verschiedene Gründe auch teilweise nicht so leicht nachvollziehbare. Bei Inu Yasha war es besonders ärgerlich für die Fans da man hier bewusst Namen anders ausgesprochen hat: Miroku -> Miroke, Naraku -> Narake, Sesshoumaru – > Sesshoma
  4. Begrenztes Budget. Einige Anime Publisher, insbesondere noch neue und kleinere Publisher haben einfach ein begrenztes Budget. Eine Synchronfassung ist sehr kostspielig, daher können sich die kleinen Publisher, einfach keine erfahrenen Sprecher leisten und müssen hier und da dort leider sparen.

Warum dauert es so lange bis ein Titel den Weg zu uns findet?

Der japanische Markt ist groß, sehr groß um es genau zu sagen. Deutsche Anime Publisher beobachten deshalb stets den japanische Anime- und Mangamarkt und prüfen dann, ob der Anime/Manga für den deutschen Markt überhaupt geeignet ist. Im Falle, dessen, dass man den Titel für geeignet hält, fragt der Publisher beim Lizenzgeber an. Da es häufig so ist, dass eine Folge des Anime XY nach TV-Ausstrahlung noch nachbearbeitet wird oder der Lizenzgeber im Gesamten nicht möchte, dass der Titel zeitgleich oder früher als in Japan erscheint kommen so längere Zeitabstände zustande.

Warum sind deutsche Anime-DVDs so spärlich mit Extras ausgestattet?

Extras müssen leider wie auch Anime folgen etc. separat verhandelt werden. Auch müssen z.B. Interviews die ein Publisher mit einem japanischen Synchronsprecher gedreht hat erst einmal vom Lizenzgeber geprüft werden, daher kann es auch hier sein, dass der Lizenzgeber “Nein!” sagt. Insgesamt gilt: “Je mehr Extras, desto teurer die DVD bzw. BluRay”. Da dies meist Fans davon abhält die DVD oder BluRays zu kaufen, wird dann an den Extras gespart zugunsten von günstigeren Verkaufspreisen.

 

Quelle: Wikipeda

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